Keith Ikaia-Purdy

VITA

TENOR

Biografie

 

 

Keith Ikaia-Purdy´s internationaler Durchbruch

begann mit einer musikalischen Rettungsaktion: so sprang er in den Wiener Festwochen spontan anläßlich einer Tosca-Vorstellung für den erkrankten Luciano Pavarotti ein und erntete stürmische Ovationen.

Ikaia-Purdy wurde in Hawaii geboren

und begann sein Musikstudium als Schüler der Bishop Estate Kamehameha Schools. Er setzte seine musikalische Ausbildung in Kalifornien fort und schloss sein Studium der Gesangsdarbietung an der University of the Redlands ab.

Er absolvierte seine Ausbildung zum Stipendiaten des legendären Tenors Carlo Bergonzi unter der Schirmherrschaft des jährlichen Accademia Verdiana Seminars in Busseto, Italien.

 

Berufliche Laufbahn

Ikaia-Purdy begann seine berufliche Laufbahn in den Vereinigten Staaten und konzentrierte sich auf Rollen wie Jose (Carmen), Rodolfo (La Bohéme), Cavaradossi (Tosca), Roberto (Le Villi), Duca (Rigoletto), Ernesto (Don Pasquale) und Aroldo (Aroldo).

1989 debütierte er als Corrado (Il Corsaro) in Busseto, woraufhin er vom Amsterdamer Concertgebouw für das Berlioz Requiem und vom Hessischen Staatstheater Wiesbaden für Don Carlo bei den Maifestspielen engagiert wurde. Er blieb für zwei Jahre in Wiesbaden und erweiterte sein aktives Repertoire um Rollen wie Faust (Faust) und Rodolfo (Luisa Miller). Im selben Zeitraum debütierte er als Werther an der Hamburgischen Staatsoper in der Uraufführung von Harry Kupfers Neuerproduktion.

Wiener Staatsoper

Im Mai 1992 trat er dem Ensemble der Wiener Staatsoper bei und trat zunächst als Alfredo (Traviata) auf. In den folgenden 14 Spielzeiten trat er in über 265 Aufführungen in 23 Hauptrollen auf. Darunter: Cavaradossi (Tosca), Edgardo (Lucia), Gustavo (Un ballo in Maschera), Don Carlos (Italienisch und French), Arnold (Guillaume Tell), Gaston (Jérusalem), Stiffelio, Hoffmann, Des Grieux (Manon), Faust (Mefistofele) und Fernand (La Favorite). Während seiner letzten Saison, nach seinem Firmendebüt als Arrigo (in Vespri Siciliani mit Nucci, Radvanonsky und Burchaladze,) war er einer von zwölf Tenören, die geehrt wurden, im Abschiedskonzert des Intendanten Ion Hollender zu singen.

Gastspiele

haben den Künstler zu führenden Theatern wie der New York MET (Hoffmann), La Scala, Mailand (Jérusalem), Covent Garden (Alzira), Teatro Colon Buenos Aires (Faust), The Norwegian Royal Opera Oslo (Don Carlo), Kopenhagen (Don Carlo), Carnegie Hall (Jérusalem), Athen (I Vespri Siciliani, I Lombardi, Rigoletto), Salzburg (Carlo), Bohéme, Carlo, Butterfly, Rosenkavalier, Traviata) Triest, Berlin(Bohme, Butterfly,  Ballo), Dresden, Tokyo, Toulouse, Zürich (Ballo, Lucia, Traviata), Genf (Hoffmann), Lüttich, Straßburg, Stockholm (Werther), Hongkong (Don Carlo), Shanghai (Don Carlo) und das Ludwigsburgfestival (Ballo, Corsaro, Stiffelio, Nabucco, I Due Foscari, Verdi Requiem und Berlioz‘ Verdammnis von Faust).

Badische Staatsoper Karlsruhe

Im Jahr 2002, bis zum Ende der Achim Thorwald Intendanz, war der Tenor ein führendes Mitglied der Badischen Staatsoper, Karlsruhe, wo er in Produktionen von Luisa Miller, Elisir, Bohéme, Tosca, Butterfly, Boccanegra, Carmen, Turandot, Manon Lescaut, I Masnadieri, Don Carlo und La Gioconda gefeiert wurde.

 

Auftritte bei renommierten Festivals 

Savonlinna  (Rigoletto), Schleswig-Holstein, (Schmetterling), Rheingau und Ravenna (Mefistofele mit Florence es Maggio Musicale, unter Riccardo Muti, international ausgestrahlt auf RAI 1), Glimmerglass (Cavalleria Rusticana), The Puccini Festival-Torre del Lago (Bohéme), Miskolc (Hoffmann,) Toblach  Mahler Festival (Das Lied v.d. Erde.)

 

Auf der symphonischen Bühne

trat der Tenor mit R. Chailly und dem Amsterdamer Concertgebouw, Z. Mehta und den Israel Philharmonic, Sir  C. Davis  und den Dresdner Philharmonikern, F. Luisi und dem Orchestre de la Suisse  Romande und dem Leipziger Gewandhausorchester auf, im Repertoire von Beethoven IX und Missa Solemnis, Rossini Stabat Mater, Verdi Requiem und Mahler Das Lied v.d. Erde

CD/DVD/TV

Juni 2010 ist er auf dem DGG-Label „Ion Holender – Vienna Staatsoper Na- Abschiedsgala“ zu sehen. Rosenkavalier; C.  Kleiber); EMI („Le Belle Epoch“ mit A. M. Kaufmann), ORF DVD („Weihnachten in Wien“) und Koch-Schwann („Verdi in Ludwigsburg“. Im April 2007 erschien seine CD-Aufnahme des Berlioz Requiems mit dem Orchester und dem Chor der Dresdner Staatskapelle unter Sir Colin Davis auf dem Label Profil (Naxos) und gewann sowohl den Deutschen Echo Classic Award als auch den französischen Diapason d’Or für „herausragende Gesangsaufnahmen“.

Im Fernsehen war er in Rigoletto mit Leo Nucci aus Timisoara, im Film „Der Star und der Grundschullehrer“, als Gastmoderator von „Nix wie raus“ sowie als Solist mit den Wiener Chorknaben in „Weihnachten in Wien“, in einer französischen Operngala mit dem NDR unter Fabio Luisi sowie in zahlreichen Fernsehausschnitten mit dem VSO im ORF zu sehen.

Aktuell

Neben seinem aktiven Auftrittsplan – zuletzt mit Konzerten an der Alten Oper Frankfurt und dem Finger Lakes Festival im Upstate New York – ist Keith Ikaia-Purdy Direktor für Gesangsstudien am Rheingau Institute of Vocal Arts (RIVA).

Seit November 2011 ist er künstlerischer Leiter von Opera et Cetera, ein Ensemble bestehend aus jungen professionellen Opernsängerinngen und Opernsänger mit Sitz im Rheingau.